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Dringende Appelle an den Bundesrat

Die gegen­wär­tige Pan­de­mie löst eine grosse Welle gegen­sei­ti­ger Hilfe aus. Die Glücks­kette konnte für die durch den Corona-Virus Benach­tei­lig­ten in der Schweiz viele Mil­lio­nen sam­meln. Es ist ein Hoff­nungs­schim­mer für Viele, die nun in Not­lage gera­ten sind. In letz­ter Zeit hört man aber weni­ger über das Flücht­lings­elend in ver­schie­de­nen Län­dern.

Drin­gende Appelle an den Bun­des­rat

Die gegen­wär­tige Pan­de­mie löst eine grosse Welle gegen­sei­ti­ger Hilfe aus. Die Glücks­kette konnte für die durch den Corona-Virus Benach­tei­lig­ten in der Schweiz viele Mil­lio­nen sam­meln. Es ist ein Hoff­nungs­schim­mer für Viele, die nun in Not­lage gera­ten sind. In letz­ter Zeit hört man aber weni­ger über das Flücht­lings­elend in ver­schie­de­nen Län­dern. Vor Ostern ver­öf­fent­lich­ten die Kir­chen einen Appell an den Bun­des­rat. Sie for­der­ten ihn auf, in die­sen Tagen ein kla­res Zei­chen zu set­zen. Die Schweiz solle 5000 Geflüch­tete aus den grie­chi­schen Lagern als Asyl­su­chende auf­neh­men. Es sei höchste Zeit für Soli­da­ri­tät mit der im Stich gelas­se­nen grie­chi­schen Bevöl­ke­rung. Da wegen Corona kein Oster­marsch mög­lich war, haben auch 110 huma­ni­täre Orga­ni­sa­tio­nen, Ver­eine und Grup­pie­run­gen in einem Osterap­pell von Bun­des­rat und Par­la­ment gefor­dert, sich für die Eva­ku­ie­rung der Flücht­lings­camps in Grie­chen­land ein­zu­set­zen. Die Schweiz solle mög­lichst viele die­ser Men­schen auf­neh­men. Amnesty Inter­na­tio­nal wird in nächs­ter Zeit dem Bun­des­rat eine Peti­tion über­rei­chen mit der For­de­rung 200 unbe­glei­tete Min­der­jäh­rige zu über­neh­men. Hört der Bun­des­rat auf die vie­len Auf­rufe? Hof­fent­lich!

Mehr als 40’000 Men­schen kamen haupt­säch­lich aus Bür­ger­kriegs­län­der in der Hoff­nung, nach Krieg, Ter­ror und Ver­fol­gung end­lich ein siche­res Zuhause zu fin­den. Doch sie müs­sen in rest­los über­füll­ten Flücht­lings­la­gern unter men­schen­un­wür­di­gen, kata­stro­pha­len Bedin­gun­gen aus­har­ren. Nicht genü­gend Was­ser, zu wenig Toi­let­ten, usw. Und wie soll das gehen, wenn der Corona-Virus dort ankommt?

Die Unter­zeich­nen­den der ver­schie­de­nen For­de­run­gen argu­men­tie­ren, ange­sichts der his­to­risch tie­fen Zahl von Asyl­ge­su­chen in der Schweiz seien die Infra­struk­tur und die finan­zi­el­len und per­so­nel­len Res­sour­cen vor­han­den, um viele Geflüch­tete auf­zu­neh­men und zu betreuen. Einige euro­päi­sche Staa­ten haben eben­falls eine Anzahl Flücht­linge über­nom­men. Wir sind Teil des Dublin-Systems. Wir kön­nen uns nicht ein­fach draus­hal­ten. Dass Grie­chen­land über­for­dert ist mit mehr als 100'000 Flücht­lin­gen leuch­tet doch allen ein. Wir wis­sen, dass die Schweiz sich ein­setzt mit finan­zi­el­len Mit­teln und einige Hilfs­werke hel­fen an Ort. Aber wenn Flücht­linge in solch über­füll­ten Lagern leben müs­sen, kön­nen sie nie nur eini­ger­mas­sen wün­schens­wert betreut wer­den.

Vor Kur­zem ori­en­tierte Bun­des­rä­tin Karin Keller-Sutter, dass 22 min­der­jäh­rige Asyl­su­chende - mit Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen in der Schweiz - über­nom­men wer­den. Was sind schon 22 Jugend­li­che? Wir haben Platz für wei­tere, auch für Fami­lien.

 

Mar­grit Wälti, Co-Präsidentin EVP Bezirk Andel­fin­gen