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Stopp der Verpolitisierung der Volksschule

Die Lehrpläne der Volksschule werden vom Bildungsrat festgelegt. Die EVP wehrt sich dagegen, den Fachleuten in diesem Gremium das Heft aus der Hand zu nehmen. Kantonsrat und Volk sind auf keinen Fall die besseren Bildungsräte.

Der Lehrplan 21 umfasst in seiner abgespeckten Version rund 500 Seiten. In den Lehrplänen wird detailliert festgelegt, welche Lerninhalte in welcher Klasse der Volksschule vermittelt und welche Lernziele dabei erreicht werden sollen. Niemand kann im Ernst erwarten, dass dieses Buch von den 180 Kantonsräten oder nur schon von den 15 Mitgliedern der kantonsrätlichen Kommission für Bildung und Kultur (KBIK), gelesen, verstanden, analysiert und allenfalls kompetent verbessert wird. Entschieden besser ist es, diese Gewaltsarbeit dem Bildungsrat zu überlassen. Dieser besteht aus Fachpersonen, die vom Kantonsrat gewählt werden und die in ihrer Zusammensetzung ein breites politisches und gesellschaftliches Spektrum abdecken. Der Bildungsrat stützt sich auf ein breites Vernehmlassungsverfahren bei allen massgeblichen Beteiligten, zu denen insbesondere auch die Lehrer und Lehrerinnen gehören. Da kann man nur sagen: «Leute, Hände weg vom Lehrplan! Ihr könnt diesen getrost den Fachleuten überlassen.»

Es gibt gesellschaftliche Entwicklungen, über die man geteilter Meinung sein kann. Deswegen die Kompetenzordnung beim Erlass der Lehrpläne auf den Kopf zu stellen, heisst das Kind mit dem Bade ausschütten. Die Delegiertenversammlung der EVP hat deshalb einstimmig die NEIN-Parole beschlossen.

 

Margrit Wälti, Co-Präsidentin EVP Bezirk Andelfingen