24.12.2011 | Von Margrit Wälti Bezirkspräsidentin EVP Andelfingen

Ein Spiel zum 22. Geburtstag der Kinderrechte

Eine Aktion des UNICEF Hilfswerks „Stopp Gewalt an Mädchen“, macht uns auf die vielen Gewaltopfer aufmerksam. Die UNICEF schreibt dazu: „In zahlreichen Ländern wird die Geburt eines Mädchens als Belastung angesehen."

Ein Spiel zum 22. Geburtstag der Kinderrechte

Eine Aktion des UNICEF Hilfswerks „Stopp Gewalt an Mädchen“, macht uns auf die vielen Gewaltopfer aufmerksam. Die UNICEF schreibt dazu: „In zahlreichen Ländern wird die Geburt eines Mädchens als Belastung angesehen. Mädchen werden systematisch vernachlässigt. Sie erhalten weniger zu essen als ihre Brüder, müssen auf Schulbildung verzichten und schon früh Schwerstarbeit leisten. Dabei finden diese Gewaltformen längst nicht nur in der Privatsphäre statt. Gerade in bewaffneten Konflikten zählen Massenvergewaltigungen und Verstümmelungen von Mädchen und Frauen zu taktischen Kriegsinstrumenten - weltweit. Häufig kommen die Täter unbehelligt davon.“ UNICEF sucht nun im Internet Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die in einer online-Menschenkette gegen die Gewalt an Mädchen einstehen (www.stopp-gewalt-an-mädchen.ch). Die Unterschriften werden der Uno-Berichterstatterin über Gewalt an Kindern, Marta Santos Pais, zugestellt. Die UNO ist die richtige Adressatin für dieses wichtige Anliegen. Im Jahr 1989 wurde die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Sie verpflichtet die Staaten, den Kindern zu ihren Rechten zu verhelfen. Zum 22. Geburtstag der Kinderrechts-Konvention hat UNICEF ein Spiel lanciert. Es vermittelt zwölf wichtige Kinderrechte und animiert Kinder, Eltern und Pädagogen über Kinderrechtsfragen nachzudenken (www.unicef.ch). Andrew Bond begleitet das Spiel musikalisch mit seinem Kinderrechtslied: «Jedes Chind hät siini Rächt».

Der Christliche Friedensdienst (www.cfd-ch.org) hat kürzlich ebenfalls eine Kampagne geführt „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“. Die Menschenrechte sind zwar in der Schweiz durch die revidierte Bundesverfassung aus dem Jahre 1999 garantiert. Aber nicht alles steht zum Besten bei uns. Endlich sollten z.B. die Migrantinnen ein eigenständiges Aufenthaltsrecht erhalten, wenn sie sich aus einer gewalttätigen Ehe lösen. Programme, die die männliche Gewaltbereitschaft bekämpfen und Männer in gewaltfreier Konfliktlösung unterstützen, sind Teil einer umfassenden Strategie gegen Gewalt an Frauen. Sexuelle Ausbeutung, Zwang zur Prostitution und Missbrauch sind leidige Themen, ebenfalls auch die Zwangsheirat. Eltern aus verschiedenen Ländern, die hier in der Schweiz leben, bestimmen auch heute noch für ihre Töchter, wen sie heiraten müssen. Leider kennen nicht alle Betroffenen das einzige Mädchenhaus in Zürich. Wir können nur hoffen, dass sie sonst bei einer Sozialstelle Hilfe holen können. Auch in den Frauenhäusern wird wichtige Unterstützung geboten, damit sich Frauen getrauen, ihren eigenen Weg zu gehen. Die Gewalt an Mädchen und Frauen betrifft uns alle. Wir dürfen nicht wegsehen.

Margrit Wälti

Bezirkspräsidentin EVP Andelfingen